15. August 2011 von EpikurCicero

Ich habe den Schritt gewagt und mich von Windows getrennt. Das neue OS meiner Wahl hört auf den Namen „Ubuntu 10.04 [Lucid Lynx]„. Ein gewaltiger Schritt für einen bekennenden „Linux“ Hasser. Jedoch was hier zum ehemaligen „Nein“ führte, ganz klar, die pure Unwissenheit. Da aber mein Notebook immer weniger zum „zocken“ dient, gab es keine Notwendigkeit weiterhin ein Microsoft Betriebssystem zu nutzen und dem „anderen“ OS eine Chance zu geben. Ich war verblüfft und überrascht. Beschränkten sich meine bisherigen „Linux“ Erfahrungen doch nur auf endloses: „der und der Treiber geht nicht… // mach das und das in der Konsole… // gib ewig lange Befehle und drei Millionen Parametern ein… // Mounte dieses und jenes Laufwerk… // etc…“. Jeweils ohne nennenswerte Erfolge. Auch hier fehlte „Geduld und Spucke“. Lange Rede kurzer Sinn, Ubuntu schnell gezogen, Image auf CD gebrannt und „Feuer frei“. Denkste, die Live CD lies sich nicht zum Starten überreden. Keine Ahnung warum. Google angeworfen, siehe da eine alternative Ubuntu CD, welche „nur“ den Installer umfasst, ohne grafischen „Schnickschnack“. Erneut, Feuer frei und diesmal mit Erfolg. Was mich erwartete war eine extrem simple Installationsroutine, welche selbst mein Windows verwöhntes „hämmre immer auf die Enter Taste ein“ Prinzip erstaunte. Installation ging fix und schnell, System bootet das erste mal und für mich völlig unverständlich, alles installiert was man als normaler Nutzer benötigt. Alle relevanten Treiber meines Acer’s 5742g wurden out of the box erkannt. Eben mal noch den „Flash Player“ nachinstalliert, und Ubuntu das Abspielen von „mp3″ Dateien näher gebracht. Was mich am meisten begeistert ist definitiv die Geschwindigkeit des Bootvorganges, sowie des Herunterfahrens. Mein ästhetisches Empfinden hat mich dann final zur Entscheidung getrieben, Ubuntu als einziges OS zu nutzen. Sieht einfach schick aus. Jedes Programm fügt sich nahtlos in das Große und Ganze ein und nichts wirkt aufgesetzt, nachinstalliert oder sonst irgendwie zusammen geschustert.
In den kommenden Monaten werde ich mich natürlich intensiver mit dem neuen OS beschäftigen und tiefer in die Materie eintauchen. Alles was ich bis jetzt erlebt und getan habe, kann man allenfalls als sanftes Kratzen an der Oberfläche bezeichnen.
Eventuelle „Tücken und Hürden“ werde ich in der Zukunft hier dokumentieren, quasi von Linux Laie zu Linux Laie und natürlich meine ersten Babyschritte mit dem knuffigen Pinguin.